Förderkreis Historisches Miltenberg e.V.

Gründung und Arbeit des Förderkreises „Historisches Miltenberg“ e.V.

Anton Vogel
 
Nach den Zerstörungen des Krieges waren die baulichen Aktivitäten in unse­rem Land zunächst weitgehend darauf ausgerichtet, den drängenden Problemen Wohnungsnot, Wiederherstellung der In­frastruktur und der öffentlichen Einrich­tungen und Schaffung von Arbeitsplätzen rasch und wirkungsvoll zu begegnen; der Schutz und die Pflege historischer Bau­substanz wurden dabei zwangsläufig ver­nachlässigt. Mit zunehmendem Erfolg des Wiederaufbaues regte sich indes in der Bevölkerung das Verständnis und der Wille, die überkommenen und über den Krieg geretteten bau- und kunstgeschicht­lichen Zeugnisse der Vergangenheit in den Aufbau und die weitere Entwicklung einzubeziehen.

Der Gedanke, „der Vergangenheit eine Zukunft zu geben“, konkretisierte sich in bürgerschaftlichen Vereinigungen und Initiativen. Es war eine Bewegung, die über Deutschland hinausging und auch andere Länder erfasste; die internationale Vereinigung „Europa nostra“ mit ihren denkmalschützerischen Aktivitäten war dafür signifikant. Die Ausrufung des Jah­res 1975 zum „Jahr des Denkmalschut­zes“ gab diesen Entwicklungen zusätz­lichen Auftrieb.

Die allgemeine Belebung des Denkmal­schutzgedankens stieß in Miltenberg auf fruchtbaren Boden. Die Bürger wohnten mit und inmitten ihrer von Kriegszer­störung verschonten Altstadt. Sie wussten um deren historische Qualität und um die touristische Anziehungskraft ihrer Stadt kraft ihrer reizvollen landschaftlichen Lage und ihres mittelalterlich geprägten Stadtbildes. Sie hatten auch erkannt, dass die topografische Enge Miltenbergs zwischen Berg und Fluss einer ausgrei­fenden Stadtentwicklung im Wege stand und es deshalb geboten war, das Kleinod „historische Altstadt“ zu erhalten und zu pflegen.

Für eine Demonstration aktiven Denk­malschutzes bot sich das Alte Rathaus in hervorragender Weise an. 1379 mitten in der Stadt als Zeichen wirtschaftlicher Blüte und Ausdruck stolzen Bürgersinns errichtet war das Gebäude in vielfacher Weise dem Gemeinschaftsleben und der Entwicklung des Handelsplatzes Milten­berg dienstbar; nach Auszug der Stadt­verwaltung im Jahre 1946 wurde es in wenigen Räumen und für Abstellzwecke nur noch unterwertig genutzt.

Nach den Zerstörungen des Krieges waren die baulichen Aktivitäten in unse­rem Land zunächst weitgehend darauf ausgerichtet, den drängenden Problemen Wohnungsnot, Wiederherstellung der In­frastruktur und der öffentlichen Einrich­tungen und Schaffung von Arbeitsplätzen rasch und wirkungsvoll zu begegnen; der Schutz und die Pflege historischer Bau­substanz wurden dabei zwangsläufig ver­nachlässigt. Mit zunehmendem Erfolg des Wiederaufbaues regte sich indes in der Bevölkerung das Verständnis und der Wille, die überkommenen und über den Krieg geretteten bau- und kunstgeschicht­lichen Zeugnisse der Vergangenheit in den Aufbau und die weitere Entwicklung einzubeziehen.Der Gedanke, „der Vergangenheit eine Zukunft zu geben“, konkretisierte sich in bürgerschaftlichen Vereinigungen und Initiativen. Es war eine Bewegung, die über Deutschland hinausging und auch andere Länder erfasste; die internationale Vereinigung „Europa nostra“ mit ihren denkmalschützerischen Aktivitäten war dafür signifikant. Die Ausrufung des Jah­res 1975 zum „Jahr des Denkmalschut­zes“ gab diesen Entwicklungen zusätz­lichen Auftrieb.Die allgemeine Belebung des Denkmal­schutzgedankens stieß in Miltenberg auf fruchtbaren Boden. Die Bürger wohnten mit und inmitten ihrer von Kriegszer­störung verschonten Altstadt. Sie wussten um deren historische Qualität und um die touristische Anziehungskraft ihrer Stadt kraft ihrer reizvollen landschaftlichen Lage und ihres mittelalterlich geprägten Stadtbildes. Sie hatten auch erkannt, dass die topografische Enge Miltenbergs zwischen Berg und Fluss einer ausgrei­fenden Stadtentwicklung im Wege stand und es deshalb geboten war, das Kleinod „historische Altstadt“ zu erhalten und zu pflegen.Für eine Demonstration aktiven Denk­malschutzes bot sich das Alte Rathaus in hervorragender Weise an. 1379 mitten in der Stadt als Zeichen wirtschaftlicher Blüte und Ausdruck stolzen Bürgersinns errichtet war das Gebäude in vielfacher Weise dem Gemeinschaftsleben und der Entwicklung des Handelsplatzes Milten­berg dienstbar; nach Auszug der Stadt­verwaltung im Jahre 1946 wurde es in wenigen Räumen und für Abstellzwecke nur noch unterwertig genutzt.

Vereinsgründung 1975

Der Gedanke, dieses historisch be­deutsame und wertvolle, durch erhebliche Eingriffe baulich entfremdete Denkmal in seinen ursprünglichen Bauzustand zu­rück zu versetzen und mit einer adäqua­ten Nutzung dem öffentlichen Leben wie­der zuzuführen, war in der Bürgerschaft bereits mehrere Jahre im Gespräch, als er im Herbst 1975 vom Lionsclub Amor­bach - Miltenberg ernsthaft aufgegriffen wurde. Auf entsprechende Einladung fan­den sich am Abend des 5. November 1975 etwa 100 Personen, darunter Landrat Karl Oberle und Bürgermeister Ludwig Bütt­ner, im Nebenzimmer des Gasthofs „Deut­scher Hof“ ein. Ziel dieser Zusammen­kunft war die Gründung eines Vereins, der sich die Renovierung des Alten Rat­hauses zur Aufgabe machte. Die Leitung der Aussprache übernahm Klaus Voß aus Amorbach als Repräsentant des initiativ gewordenen Lionsclubs.

Exakt zum vorgesehenen Beginn der Versammlung sendete das Bayerische Fernsehen einen etwa zehnminütigen Bei­trag, der sich mit dem Thema Altes Rat­haus in Miltenberg befasste und über die zu dieser Stunde in Gang gesetzte Grün­dung eines Förderkreises informierte. Die Anwesenden nahmen diese mediale Reve­renz für ihr denkmalpflegerisches Unter­fangen sehr positiv auf und fühlten sich in ihrem Einsatz bestärkt.

Nach einer engagierten Aussprache wurde der zur Beratung vorgelegte Sat­zungsentwurf grundsätzlich akzeptiert (of­fen gebliebene Fragen wurden in einer weiteren Zusammenkunft am 20. Novem­ber 1975 entschieden und in die endgül­tige Fassung der Satzung eingefügt). Die anwesenden Personen erklärten ihren Beitritt zum Förderkreis und wählten sat­zungsgemäß den Vorstand, bestehend aus 1. und 2. Vorsitzenden, Schatzmeis­ter, Schriftführer und 2 Beisitzern sowie 15 Mitglieder des Kuratoriums, dessen Vorsitz laut Satzung dem jeweiligen Bür­germeister der Stadt zukommt.

Obwohl den Mitgliedern im Zeitpunkt der Gründung des Förderkreises allein die Renovierung des Alten Rathauses als Ziel vor Augen stand, entschlossen sie sich, durch die allgemeine Formulierung „För­derkreis Historisches Miltenberg e.V.“ der inzwischen bereits entwickelten Praxis ei­nes generellen Engagements für die Alt­stadt den Weg zu öffnen.

Bei der Besetzung des Vorstands und des Kuratoriums gingen die Gründungs­mitglieder von der Überlegung aus, dass eine durch personelle Verflechtung erziel­te enge Zusammenarbeit mit dem Stadt­rat, der Stadtverwaltung und den staat­lichen Institutionen dem gemeinsamen Anliegen am besten dienlich sei. Schließ­lich war die Kommune die Eigentümerin des Bauwerks und damit Trägerin der Baumaßnahme; ihr höchstmöglicher fi­nanzieller Einsatz und die weitestgehende Unterstützung der staatlichen Zuschuss­geber erschienen als unabdingbare Vor­aussetzung für den Erfolg. Unter diesem Aspekt wurde der Finanzreferent des Stadtrates zum Schatzmeister, der Kultur­referent der Stadt zum Beisitzer im Vor­stand und u.a. Landrat, Landtags- und Bundestagsabgeordnete zu Mitgliedern des Kuratoriums gewählt. Auch die in der Versammlung von Klaus Voß angekün­digte Schirmherrschaft des Staatsminis­ters und späteren Landtagspräsidenten Dr. Franz Heubl wurde als der gemein­samen Sache sehr förderlich begrüßt.

Die örtliche Presse berichtete ausführ­lich über den Ablauf und die Ergebnisse der konstituierenden Versammlung. Sie anerkannte den „faszinierenden Gedan­ken“, das wertvolle historische Bauwerk zu renovieren, hob die Bereitschaft des neugegründeten Vereins hervor, sich die­ser anspruchsvollen Aufgabe zu stellen, verschwieg aber auch nicht die Schwierig­keiten, vor allem finanzieller Natur, die bei der Realisierung des Bauprojektes zu er­warten waren; anerkennend vermerkt wurde auch, dass an der Gründung des Förderkreises neben den einheimischen Miltenbergern auch Bürger aus dem Um­land mitgewirkt hatten. Die Aufbruch­stimmung in der Versammlung, die Zu­versicht, durch gemeinsame Anstren­gungen eine wertvolle, für das historische Miltenberg wichtige Aufgabe angehen und lösen zu können, übertrug sich auch auf das Echo aus der Bevölkerung, wenn­gleich es auch einzelne Stimmen gab, die den Bau einer Stadthalle der Renovierung des historischen Gebäudes vorgezogen hätten.

Der 5. November 1975 war also die Geburtsstunde des Förderkreises „Histori­sches Miltenberg“ e.V. Die Verantwort­lichen standen nun in der Pflicht. Es galt, für den Förderkreis zu werben, Mitglieder zu gewinnen, bautechnische und denk­malpflegerische Vorarbeiten für die Bau­maßnahme zu erbringen und zu deren Finanzierung Aktivitäten zu veranstalten und Spender zu finden.

Schwungvoller Start

Es lohnt, nach 25 Jahren an eine Rei­he von Aktivitäten des Förderkreises und an zahlreiche Freunde des Projektes Altes Rathauses zu erinnern und anhand dieser unvollständigen Aufzählung die Bandbrei­te des ehrenamtlich-bürgerschaftlichen Engagements in und mit dem Förderkreis zu ermessen:

a)Bereits im Februar 1976 wurde dem Förderkreis die Gemeinnützigkeit zu­erkannt. Im März 1976 folgte die Ein­tragung in das Vereinsregister. Im April 1976 wurde mit der Heraus­gabe eines Faltprospektes, der die Ziele des Förderkreises in geraffter Form darstellte, eine intensive Mit­gliederwerbung begonnen.

b)Über die Tagespresse wurde die Öf­fentlichkeit laufend über den Fort­gang des Projektes und die eingelei­teten Aktionen informiert. Namhafte überregionale Zeitungen wie FAZ, Süddeutsche und Stuttgarter Zeitung befassten sich, mit entsprechendem Material versorgt, mit der Existenz und der Zielsetzung des Miltenberger Förderkreises.

c)Im Juni 1976 startete ein Malwett­bewerb für Miltenberger Schüler mit dem Thema Altes Rathaus. Ein Vor­spielabend der Musikschule Herbst­rith, Kleinheubach, am 27.6.1976 stand unter dem Motto: „Lieder und Tänze seit der Entstehung des Alten Rathauses“; der Erlös floss dem För­derkreis zu. Dies sollte nicht der letz­te derartige Abend bleiben und wei­tere Tanz- und Musikschulen folgten dem guten Beispiel.

d)Auf der Grundlage der Baubestands­aufnahme, die die Karlsruher Stu­denten Wolfgang Vogel und Andreas Wolff unter der Betreuung der Archi­tektur-Fakultät ihrer Universität be­reits vor der Gründung des Förder­kreises erarbeitet hatten (Pläne des Bauwerks waren nicht vorhanden) wurde von den Mitgliedern des Kura­toriums Dipl. Ing. Klaus Reffel, Dipl. Ing. Alfred Walter und Kunsthisto­riker Dr. Friedrich Oswald ein ge­meinsamer Vorentwurf mit Modell des Alten Rathauses gefertigt. Er wurde in einer Sitzung des Milten­berger Stadtrates am 23. Juni 1976 der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser Entwurf, eine rege Kontaktnahme seiner Urheber mit dem Landesamt für Denkmalpflege in München und ein umfassendes Gespräch mit dem Generalkonservator Dr. Michael Pet­zet anlässlich seiner Besichtigung des Alten Rathauses brachte dem Förderkreis die anerkennende Zu­stimmung, in denkmalpflegerischen Detailfragen des Bauprojektes selbst Entscheidungen treffen zu können.

e)Dem Schirmherrn Staatsminister Dr. Franz Heubl wurde am 2.7.1976 bei seinem Besuch in Miltenberg die Baubestandsaufnahme übergeben.

f)Der Planentwurf mit Modell war am 29.7.1976 Gegenstand eines gut be­suchten Informationsabends.

g)Im Ausstellungszelt der Michaelis­messe wurde vom 28.8. bis 5.9.1976 ein Stand des Förderkreises mit dem Entwurfsmodell eingerichtet. Unter dem Motto: „Was Du ererbt von Diei­nen Vätern, erwirb es um es zu be­sitzen“ warben Texttafeln und Foto­collagen mit Darstellungen Milten­bergs geschichtlicher Bausubstanz und landschaftlicher Schönheit für die Unterstützung der Ziele des Förderkreises. Zahlreiche neue Mit­glieder konnten gewonnen werden. Diese Werbung in einem eigenen Stand auf der Michaelismesse wurde auch in den folgenden Jahren fort­gesetzt.

h)Vom 6. bis 17.11.1976 fand eine Ausstellung mit Werken des Künst­lers Hanns Bail, Ibiza/ Bamberg, im Untergeschoss des Alten Rathauses statt; der Erlös floss dem Förderkreis zu. In gleicher Weise erhielt der Ver­ein Spenden von einem Benefizkon­zert mit Schülerinnen und Schülern des Pianisten Carl-Werner Punzmann am 26.5.1977 im Johannes-Butz­bach-Gymnasium. Für weitere von C. W. Punzmann inspirierte Klavier­abende zugunsten des Alten Rat­hauses stellte die Familie Rudolf Leis, der den Gedanken des Förderkreises im Lionsclub maßgebend gefördert hatte, großzügig das intime Foyer ihres Hauses zur Verfügung.

i)Vom 3. bis 5. Juni 1977 fand das vom Förderkreis initiierte und organi­sierte erste Miltenberger Altstadtfest statt. Dieses neue Miltenberger Fest war besonders erfolgreich in der Wer­bung für die Ziele des Förderkreises, in der Gewinnung neuer Mitglieder und im Erwirtschaften eines finan­ziellen Ertrages für die Baumaß­nahme. Es fand von Anfang an bei der Bevölkerung eine positive Reso­nanz, wurde deshalb in den Folge­jahren fortgeführt und ist heute tra­ditioneller Bestandteil des Gemein­schaftslebens der Stadt Miltenberg.

j)Zugunsten des Förderkreises ver­kaufte der Miltenberger Geigenbau­meister Hellmut Lang eine Geige für 3.000.-DM. Eine Reihe von Spenden in einem Umfang von etwa 8000.-DM erhielt der Verein bzw die Stadt Miltenberg in den ersten Monaten nach seiner Gründung von Einzelperso­nen, Personengruppen und Firmen; hinzu kam ein Vermächtnis im Wert von rund 50.000.- DM.

k)Neben direkten Geldspenden wurden dem Förderkreis zugunsten der Bau­maßnahme Altes Rathaus auch Ho­norarverzichte für Leistungen in Bau­planung, Statik u.ä. und das Erbrin­gen unentgeltlicher Sachleistungen zugesichert, deren Gesamtwert mit über 100.000.- DM beziffert werden kann.

Baumaßnahme Altes Rathauses

In die ersten Finanzierungsüberlegun­gen zur Baumaßnahme Altes Rathaus brachte der Förderkreis einen Beitrag von 180.000.- DM ein, der auf 250.000.-DM aufgestockt wurde, nachdem sich die finanzielle Leistungsfähigkeit des Förder­kreises kraft der erfolgreichen Mitglieder­werbung, der Spendeneingänge und nicht zuletzt der Erlöse aus seinen Aktionen und dem Altstadtfest gut entwickelt hatte und auch die Baukosten durch die Um­stellung des Projektes vom anfänglichen „Haus des Gastes“ zur heute bestehenden Lösung höher anzusetzen waren.

ml;hsommer 1978, hatte sich der Förder­kreis eine solide Basis geschaffen. Die Mitgliederzahl war durch entsprechende Werbung und durch die öffentlich aner­kannten Aktivitäten zugunsten des Alten Rathauses auf 420 angestiegen. Er erfreu­te sich einer breiten Zustimmung in der Bürgerschaft, hatte durch das Altstadtfest die Unterstützung der Miltenberger Ver­eine, Verbände und Organisationen ge­wonnen und war für die Stadt eine ver­lässliche, aktive Größe in der Verwirk­lichung der anspruchsvollen Aufgabe „Renovierung Altes Rathaus“.

Die bautechnischen und finanziellen Vorbereitungen der Baumaßnahme, für die bei der Gründung des Förderkreises noch mehrere Bauabschnitte in Erwägung gezogen worden waren, gingen zügig voran. Der letzte Schritt in der Finanzie­rung, die Vorlage des Bauentwurfs für die Bewilligung des staatlichen Zuschusses stand an (der Beitrag des Denkmalent­schädigungsfonds in Höhe von 560.000.-DM war bereits früher zugesagt worden), als sich der im Jahre 1977 vom Stadtrat bestellte Architekt aus der Planung zu­rückzog. Die Zusammenarbeit von Stadt­rat und Förderkreis hatte nun ihre Be­währungsprobe zu bestehen. Aus dem Förderkreis kam aus der Überlegung, dass mit einem örtlichen Architekten mit denkmalpflegerischen Erfahrungen eine ergiebigere Zusammenarbeit möglich sei, der Vorschlag, den Architekten Werner Knapp mit der Planung zu betrauen. Nachdem dieser bereit war, im Interesse des Fortgangs des Projekts die entstan­dene Lücke zu füllen, erhielt er den Auftrag.

Im Nachhinein läßt sich die Feststel­lung treffen, dass diese Lösung der Ver­wirklichung der Baumaßnahme sehr zu­statten kam. Das kommunalpolitische En­gagement des Planers und seine Mitwir­kung an der damals anlaufenden Stadt­sanierung gewährleisteten, dass die Reno­vierung des Alten Rathauses als Impuls und kraftvoller Auftakt für die gesamte Stadterneuerung verstanden und an die Bürgerschaft der Stadt weitergegeben werden konnte.

1979 wurde mit der Baumaßnahme Altes Rathaus begonnen. Im Rahmen der Michaelismesse 1982 wurde der finan­zielle Beitrag des Förderkreises vom 1. Vorsitzenden Wilhelm Otto Keller an den Bürgermeister der Stadt Miltenberg über­geben.

Abbildung: Dia Geldübergabe im Festzelt 1982

Mit der Einweihung des Alten Rathau­ses am 10. Mai 1983 war das erste große Ziel erreicht und ein wichtiger Schritt ge­tan auf dem Weg, für den sich der För­derkreis selbst in seiner Satzung den Wegweiser aufgestellt hatte: „Das Stadt­bild der Altstadt Miltenbergs in seiner Gesamtheit und Wesensart zu erhalten, die Erhaltung von Bau- und Kulturdenk­malen Miltenbergs zu fördern und dafür in allen Bevölkerungsschichten zu wer­ben“.


 

Vorstandsmitglieder im Förderkreis „Historisches Miltenberg“ e. V. seit seiner Gründung


 

1. Vorsitzender
1975 - 1978 Anton Vogel
1978 - 1988 Wilhelm Otto Keller
1988 - 1992 Karl - Heinrich Hergert
1992 - 2008 Georg Büttner
seit 2008      Dr. Martin Westarp

2. Vorsitzender
1975 - 1978 Werner Knapp
1978 - 1988 Alfred Walter
1988 - 1992 Reinhold Schöpf
1992 - 1998 Klaus Wolf
1998 - 2008 Stefan Götz
seit 2008      Reinhold Schöpf


Schatzmeister

1975 - 1986 Hans Funk
1986 - 1992 Ludwig Martin Büttner
1992 - 2002 Hans Geier
seit 2002 Wolfgang Luthardt

Schriftführer

1975 - 1978 Wolfgang Farrenkopf
1978 - 1982 Werner Strobl
1982 - 1986 Hildegard Althelmig
1986 - 1988 Wera Dembinski
1988 - 1992 Wilhelm Otto Keller
1992 - 1994 Claudia Radczun
1994 - 1998 Gabriele Leis
1998 - 2000 Roland Frankenberger
seit 2000      Ludwig Zeller

Beisitzer
1975 - 1996 Renate van Bibber
1975 - 1986 Dr. Richard Henn
1986 - 1992 Hellmut Lang
seit 1992       Werner Knapp
1996 - 2000 Reinhold Schöpf
2000 - 2002 Karl - Heinerich Hergert
2002 - 2008 Reinhold Schöpf
seit 2008       Klaus Hench